Home Aktuelles Forderung der Aberkennung des Bambi-Integrationspreises für Bushido

Forderung der Aberkennung des Bambi-Integrationspreises für Bushido

Nachdem nun auch Peter Maffay die Zusammenarbeit mit Bushido offiziell aufgekündigt hat, fordert die grüne Landtagsabgeordnete Claudia Stamm erneut die Aberkennung des Bambi-Preises für "gelungene Integration" an den Sänger Bushido.

in einem zweiten offenen Schreiben wendet sich Claudia Stamm an Dr. Hubert Burda, den Geschäftsführer der Burda-Medien Gruppe und den Vorsitzenden der Jury des Bambi-Preises, und fordert ihn auf, die Preisverleihung zurückzunehmen und sich von den menschenverachtenden Passagen in den Texten Bushidos zu distanzieren.

Hier der Wortlaut des Schreibens: 

Offener Brief von Claudia Stamm zur Preisverleihung des Burda-Verlages an „Bushido“


"Sehr geehrter Herr Dr. Burda,

in Ergänzung zu meinem offenen Brief vom 10.11.2011 anläßlich der Preisverleihung an „Bushido“ möchte ich Sie darauf hinweisen, dass in der heutigen Presse zu lesen ist, dass Peter Maffay die Zusammenarbeit mit „Bushido“ - mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Youssef Ferchich - aufgekündigt hat. Ich finde dies einen richtigen Schritt. Die Rücknahme des kürzlich verliehenen „Bambi“ an Herrn Ferchich wäre ebenso angemessen. Hierzu möchte ich Sie ausdrücklich auffordern.

Peter Maffay schildert auf seiner Webside, die Lieder von Bushido mit den diskriminierenden Texten seien weiterhin im Umlauf. Zudem sei keine konsequente Bemühung erkennbar, dass diese vom Markt genommen werden - und es fehle bis jetzt eine konkrete Aussage von Herrn Ferchich, auch in Zukunft auf Veröffentlichungen dieser Art zu verzichten.

Sehr geehrter Herr Dr. Burda, ich gehe davon aus, dass Sie sich mit Ihrem Preis ganz ausdrücklich für Toleranz und Integration einsetzen wollen. Gerade hat Herr Ferchich aber im Kulturspiegel wieder genau das Gegenteil dieser Werte formuliert. Seine Aussage „Für mich ist Schwänzelutschen nichts, aber ich habe nichts gegen Schwule“ setzt homosexuelle Männer in entwürdigender Form herab.

Seine diffamierenden Aussagen, die er schon seit längerer Zeit erkennbar nach außen trägt, sind sicher ebenso wenig preiswürdig wie seine Strategie, herabsetzende Äußerungen so zu wählen, dass die Grenze zur Volksverhetzung gerade nur knapp nicht überschritten wird.

Ich fordere Sie deshalb auf, auch nach der Preisverleihung jetzt noch die Chance zu nutzen, mit einer Aberkennung der Auszeichnung ein Zeichen zu setzen. So können Sie sich eindeutig von

Homosexuellen- und Frauenfeindlichkeit, Intoleranz und menschenverachtender Propaganda distanzieren und Ihrem Preis, die Bedeutung verleihen, für den er einsteht.

Ich freue mich auf Ihre Antwort.


Und P.S.: Ich dachte nicht, dass ich mal so viel mit Heino gemein haben werde...


Mit freundlichen Grüßen

Claudia Stamm, MdL

Sprecherin für Gleichstellung

Grüne Landtagsfraktion Bayern"

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. Dezember 2011 um 11:24 Uhr  
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